Kurgebäude mit Geschichte

Eine Vielzahl historischer Bäder und Kuranlagen, die auch heute noch besichtigt werden können und zum Teil noch immer in Betrieb sind, geben einen Einblick in die lange Tradition der Kurstadt Karlsbad.

Bad I
Ein besonders schönes Bad verdanken wir den Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Das ehemalige Kaiserbad, das 1895 fertiggestellt wurde, befindet sich derzeit in einem bedauernswerten Zustand. In Zeiten des kommunistischen Regimes als Tanzlokal und Veranstaltungsort genutzt, verfällt das Kurzentrum zusehends. Ein Spaziergang über das Gelände lohnt aber allemal, denn noch immer zeugen die Gebäude von der Pracht glanzvollerer Zeiten.

Bad V
Das ehemalige Elisabetbad im Park Smetanovy sady, das 1906 seinen Betrieb aufnahm, ist auch heute noch ein beliebtes Kurbad. Nach der vollständigen Sanierung im Jahr 2004, bei der umfassende Umbaumaßnahmen vorgenommen wurden, ist die Anlage die ganze Woche über für Besucher geöffnet. Das Bad V gilt als das größte Kurbad der Tschechischen Republik.

Die Mühlenkolonnade
Das 1881 fertiggestellte Gebäude war zunächst ein Dorn in den Augen der Stadtbevölkerung. Zu plump, zu gewaltig und nicht dem Charakter der Stadt entsprechend urteilten die Menschen damals. Heute zählt die Mühlenkolonnade zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ursprünglich noch prachtvoller geplant ist der Neorenaissance-Bau nach einer Erweiterung im Jahre 1893 stolze 132 Meter lang. Die Kolonnaden reichen nun bis zu der Quelle Skalní pramen. Zwischen den 124 korinthischen Säulen finden fünf Mineralquellen und eine Orchesterfläche Platz.